Fotograf: Bernd Donabauer
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Spotlight Skyfolder

[Bild: Skyfolder Präsentation] Die Spannung im Foyer des Fraunhofer IGD in Darmstadt steigt. An diesem Abend haben sich erfahrene Experten und Nachwuchskräfte, Freunde und Förderer des CAST e.V. versammelt, um die Preisverleihung des zehnten CAST Förderpreises zu feiern. Unter den Teilnehmern der Endrunde befindet sich auch Alexander Schlüter mit seiner Abschlussarbeit „Skyfolder – Datensicherung in der Cloud“. Alexander Schlüter wurde drei Jahre von zeitform Internet Dienste in Kooperation mit dem IT-Ausbildungsverbund des Hochschulrechenzentrums (HRZ) der Technischen Universität Darmstadt zum Fachinformatiker, Anwendungsentwicklung, ausgebildet.

„Unser Unternehmen versteht sich als 'Think Tank'. Wir ermöglichen mit Erfahrung und Kreativität unseren Kunden die Planung und Umsetzung von Projekten mit Hilfe moderner Internet-Technologien“, führt Ulf Stegemann, Projekt- und IT-Leiter bei zeitform, aus. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Betreuung europäischer Forschungsprojekte. Von der Entwicklung des Logos und des Corporate Designs, der Verwaltung der Domains und dem Hosting der Inhalte, der Bereitstellung angepasster Kommunikations-Werkzeuge bis hin zu den Leistungen eines Projekt-Büros inklusive revisionsfester Dokumentation der Projektaktivitäten – der Kunde erhält von zeitform alles aus einer Hand.

Gerade Projekte mit verteilten Standorten benötigen ein modernes und sicheres Kommunikations- und Informationsmanagement, das kostengünstig über die öffentlichen Netze der verschiedenen Internet-Dienste gelöst werden kann. „Die von uns dafür entwickelten Werkzeuge haben für unsere Kunden eine Innen- und eine Außenwirkung“, so Thomas Krisch, Designer im Team von zeitform Internet Dienste. In der Innenwirkung müssen die Lösungen ein klares und funktionales Design der Benutzeroberflächen beinhalten, in der Außenwirkung alle Anforderungen aktueller PR- und Marketinginstrumente erfüllen und das für die verschiedensten Endgeräte – vom klassischen Webauftritt für einen PC-Bildschirm bis hin zur Datenerfassung mit Hilfe eines Smartphones.

[Bild: zeitform Team] „Moderne Internet-Technologien nutzen heißt Chancen nutzen, ohne die Risiken zu vernachlässigen.“ Für Alex Pleiner, Leiter „Entwicklung“ bei zeitform, ist die Voraussetzung dafür ein fundiertes Wissen, um die Technologien der operativen IT-Sicherheit. Dabei stehen alle Mitarbeiter von zeitform unter dem ständigen - durchaus positiven Druck - der Weiterentwicklung ihrer Fachkompetenzen. Aus diesem Grund ist zeitform Internet Dienste seit 10 Jahren ein aktives Mitglied des CAST. „Hier können wir mit anderen Experten die neuesten Entwicklungen diskutieren und die gewonnenen Erkenntnisse für unsere Kundenprojekte nutzen.“

Seit zwei Jahren unterstützt Bernd Donabauer das erfolgreiche zeitform-Team im Bereich IT-Management und Ressourcen. „Es genügt heute nicht mehr die richtigen Dinge zu tun. Die Unternehmen und Institutionen müssen auch nachweisen, das Richtige getan zu haben.“ Aus diesem Grund wendet zeitform die Methoden des Informationssicherheitsmanagements an. Die Top-Down-Analyse der Geschäftsprozesse, die Prozessmodellierung und die revisionssichere Dokumentation sowie ein unabhängiges Audit sind heute die Instrumente der Wahl für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten. Für Herrn Donabauer ist eine der wesentlichen Voraussetzungen hierfür die persönliche und fachliche Entwicklung der mit den Projektaufgaben betrauten Mitarbeiter.

CAST Förderpreis

Und hier schließt sich der Kreis zum CAST-Förderpreis, ist Herr Donabauer doch seit 2003 externer Berater des IT-Ausbildungsverbundes und Coach des jeweiligen Abschlussjahrgangs der angehenden Fachinformatiker des HRZ.

Inzwischen hat Prof. Busch, Vorstandsmitglied des CAST e.V., seine einleitende Rede beendet und der Laudator des Abends, Dr. Baumgart von der secunet AG, betritt die Bühne. Die traditionell entspannte und kommunikative Atmosphäre des Föderpreistages weicht angesichts der bevorstehenden Bekanntmachung der Platzierungen endgültig einer erwartungsvollen Spannung. Inmitten des Publikums, der Finalisten und der anwesenden Presse befinden sich auch Bernd Donabauer, Alexander Schlüter und Michael Starke. Starke ist der Projektleiter des IT-Ausbildungsverbundes der TU Darmstadt.

„Seit dem Bestehen des IT-Ausbildungsverbundes deckt nicht nur das HRZ einen wesentlichen Teil seines IT-Personalbedarfs aus den Ressourcen des Verbundes, sondern auch die beteiligten Institute und Unternehmen“, führt Starke aus. „Einen besonderen Stellenwert haben für mich und meinen Gruppenleiter, Andreas Winter die Partner aus der Wirtschaft.“ Wie leistungsfähig diese Public-Privat-Partnership ist, zeigt auch der heutige Abend. Immerhin haben es gleich zwei Kandidaten des Verbundes in das Finale geschafft. Neben Schlüter steht auch Marco Martin im Finale des CAST-Förderpreises. Marco Martin wurde von Claus Balser vom HRZ ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte in der Verbundkooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Bernd Donabauer führt den Gedanken aus der Sicht der Unternehmen fort: „Kleine mittelständische Unternehmen sind auch in unserer Region das Rückgrat der IT-Branche. Die Unternehmen verfügen über sehr viel Know-how, scheuen sich aber gerade aufgrund ihrer Größe, die Ausbildung alleine zu stemmen. Der IT-Ausbildungsverbund gibt diesen Unternehmen die Sicherheit und Unterstützung, die sie benötigen.“

Dazu Alexander Schlüter: „Die Ausbildung im Verbund hatte für mich nur Vorteile. Bei zeitform konnte ich Projekte auf sehr hohem Niveau bearbeiten. Ausbildungsinhalte, die bei zeitform nicht behandelt werden konnten, habe ich bei anderen Verbundpartnern kennen gelernt. Ganz zu schweigen von der ausgezeichneten Betreuung in meiner Abschlussphase. Bei zeitform hatte ich Ansprechpartner in allen Expertenfragen. Im Verbund wurde ich zusätzlich durch Bernd Donabauer im Workshop „Abschlußprüfungsvorbereitung“ betreut. Nach einem guten Berufsabschluss bin ich nun Mitarbeiter des HRZ.“

Cloud-Computing

[Bild: Dr. Baumgart] Dr. Baumgart ist bei der Bekanntgabe der Platzierungen der dritten Kategorie „Fachinformatiker und Weiterbildung“ des CAST-Föderpreises angelangt. Mit seiner Arbeit „Realisierung einer Backup-Lösung unter Verwendung einer Tape-Libery mit Windows Server 2008“ hat Marco Martin den zweiten Platz belegt. Damit steht fest, dass Alexander Schlüter mit seiner Arbeit „SkyFolder – Datensicherung in der Cloud“ die Jury überzeugt hat und er der diesjährige Gewinner der dritten Kategorie ist. Während Alexander Schlüter unter dem Applaus des Publikums die Bühne betritt, um seinen Preis entgegen zu nehmen, gratuliert Bernd Donabauer Herrn Balser zum zweiten Platz seines Schützlings Marco Martin.

„Beide Arbeiten sind auf einem sehr hohen Niveau. Auf diesem Niveau gibt es aus meiner Sicht nur noch Gewinner“, kommentiert Bernd Donabauer das Ergebnis. „Vielleicht hat am Ende die Aktualität des Themas 'Cloud' den Ausschlag gegeben.“

Einfache Datendienste in entfernten Rechenzentren, eine Weiterentwicklung bekannter IT-Service-Modelle, ein grundlegender Paradigmenwechsel, der alle Bereiche der IT verändert, der neuste Hype der IT-Marketingstrategen – im Moment beschäftigt und polarisiert kaum ein anderes Thema die IT-Welt so sehr wie das „Cloud Computing“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die kostengünstige, nach konkreten Anforderungen skalierbare Nutzung von Rechenkapazität und Datendiensten als Service. Dabei sind sich die Fachleute einig, dass jede Nutzung einer Cloud-Architektur zunächst die ihr eigenen Aufgabenstellungen an die Informationssicherheit und den Datenschutz lösen muss. Und genau hier setzt das Abschlussprojekt von Alexander Schlüter an: Wie können Daten mittels Cloud-Diensten sicher an einen entfernten Standort übertragen und dort ebenso sicher gespeichert und wieder abgerufen werden?

[Bild: Alexander Schlüter] Alexander Schlüter hat einen Prozess und ein Tool entwickelt, das über eine leicht zu bedienende Web-Applikation beliebige Dateien verschlüsselt und in den Cloud-Dienst S3 von Amazon kopiert. Bevor die Daten also den geschützten Bereich des Unternehmensnetzwerkes verlassen werden diese so aufbereitet, dass sie für Dritte nicht mehr lesbar sind. Genauso einfach erfolgt der Abruf und die Entschlüsselung der Dateien aus dem S3 Dienst. Dabei entsprechen die Prozesse und die Verschlüsselung hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes den gesetzlichen Vorschriften. Das Tool ist modular aufgebaut und kann daher für verschiedene Cloud-Dienste, Verschlüsselungsverfahren und Benutzeroberflächen weiter entwickelt werden.

Die Vorstellung von „Sky-Folder“ im Rahmen der CAST-Preisverleihung führte zu Anfragen seitens verschiedener IT-Sicherheitsunternehmen. Eine kommerzielle Verwertung der Applikation ist in der Planungsphase.

 

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